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Sechs Erkenntnisse aus der Almedalen-Woche

Corporate Communications | Public Affairs & Policy Advisory 01 Jul 2026

Bernd Buschhausen
Bernd Buschhausen

Was passiert, wenn Politik, Wirtschaft, Medien und Zivilgesellschaft an einem Ort zusammenkommen? Die Almedalsveckan auf Gotland – oft als „Davos des Nordens“ bezeichnet – liefert die Antwort: offener Dialog, vielfältige Perspektiven und konkrete Impulse für die Gestaltung zentraler Zukunftsthemen.

Als wichtigste Plattform für politischen und gesellschaftlichen Austausch im Norden bringt Almedalen jedes Jahr Akteure aus Politik, Unternehmen, Wissenschaft, Medien und Zivilgesellschaft in Visby zusammen. Ein Format, das weit über Schweden hinaus als Vorbild gilt. Bernd Buschhausen, Geschäftsführer von H/Advisors Deekeling Arndt, war vor Ort und ordnet seine wichtigsten Erkenntnisse für die Public-Affairs-Arbeit ein.

  1. Wo Perspektiven aufeinandertreffen, entsteht Relevanz:

Die wirkungsvollsten Debatten entstehen an den Schnittstellen unterschiedlicher Interessen. Wenn Politik, Wirtschaft und Medien ihre Silos verlassen, entstehen neue Narrative – und tragfähige Lösungen. Für Unternehmen heißt das: präsent sein, wo dieser Austausch stattfindet.

  1. Vertrauen entsteht im persönlichen Austausch

Trotz digitaler Beschleunigung bleibt eine Konstante: Vertrauen entwickelt sich im direkten Gespräch. Gerade in komplexen politischen und regulatorischen Kontexten sind persönliche Begegnungen oft wirksamer als orchestrierte Kampagnen.

  1. Politik und Wirtschaft müssen sich auf Augenhöhe begegnen

In Zeiten großer Unsicherheit hilft dieser Austausch dabei, gemeinsame Handlungsräume zu definieren und gegenseitiges Verständnis zu schaffen. Die Vielfalt der Sichtweisen ist dabei ein wichtiger Indikator für neue Trends und Strategien.

  1. Lokale Debatten haben globale Bedeutung

Ob wirtschaftliche Resilienz, demografischer Wandel oder Sicherheitspolitik – viele Themen wirken lokal, sind aber eng mit globalen Entwicklungen verknüpft. Strategische Public Affairs bedeutet deshalb, nationale Debatten stets im internationalen Kontext zu betrachten.

  1. Technologie verbindet Branchen und Ökosysteme

Die Geschwindigkeit, mit der Innovationen – insbesondere Künstliche Intelligenz – umgesetzt werden, entscheidet zunehmend über Wettbewerbsfähigkeit und unseren zukünftigen Wohlstand. Technologie durchdringt heute alle Sektoren und schafft neue Formen der Zusammenarbeit.

  1. Relevanz schlägt Lautstärke

Bei mehr als 3.000 Veranstaltungen während der Woche entsteht Sichtbarkeit nicht durch Lautstärke oder Masse, sondern durch Substanz. Klare Positionierung, glaubwürdige Botschaften und konkrete Lösungen setzen sich durch. Das gilt gleichermaßen für erfolgreiche Kommunikationsstrategien.

Was wir aus Almedalen für Deutschland mitnehmen

Die Diskussionen zeigen: Deutschland wird als starker Akteur wahrgenommen, nutzt sein Potenzial aber nicht konsequent. Entscheidend sind mehr Tempo, engere sektorübergreifende Zusammenarbeit und eine aktive Haltung zu Innovation.

Die Almedalen-Woche macht deutlich, worauf es ankommt: Dialog, klare Positionen und der Mut, Perspektiven zusammenzuführen. Genau das entspricht unserem Verständnis von Public Affairs und gesellschaftspolitischer Positionierung von Unternehmen. Wir bringen die richtigen Akteure zusammen, strukturieren komplexe Themen und unterstützen unsere Kunden dabei, sich klar und wirkungsvoll zu positionieren. In diesem Ansatz, wie er in Almedalen sichtbar wird, liegt also  eine wichtige Chance für Deutschland, Wettbewerbsfähigkeit und Innovationskraft gezielt zu stärken.

Bernd Buschhausen
Managing Director
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